5. Teil

1960

Auch dieses Jahr brachte im Vereinsleben keine nennenswerten Höhepunkte. Kaplan Klemens Hans wurde wurde als Nachfolger von Kaplan Rudolf Müller neuer geistlicher Beirat der DJK.

 

1961

Die Generalversammlung wählte im April Fritz Montermann zum Vorsitzenden. Dem bisherigen Vorsitzenden Brost und dem Jugendleiter Helmut Nittenwilm, der die Gschäftsführung der DJK in stiller Arbeit mehrere Jahre in Händen hatte, galt der Dank der Versammlung.

 

1962

Durch die Versetzung von Kaplan Hans und den Rücktritt des Vorsitzenden Montermann war der Verein im ersten Vierteljahr ohne Führung. Bei der Jahreshauptversammlung im April war man sehr froh, als sich der neue Kaplan, Karlheinz Kühn, als geistlicher Beirat vorstellte. Zum neuen Vorsitzenden wurde Helmut Möhn gewählt. Der Vorstand war in diesem Jahr sehr aktiv und bemühte sich neben der üblichen Arbeit besonders um die Restaurierung des Jugendheims.

Die A-Jugend machte einen Ausflug nach Leutershausen und bestritt dort ein Freundschaftsspiel.

 

1963

Die DJK war in sportlicher wie in vereinsorganisatorischer Hinsicht in einer ständigen Aufwärtsentwicklung begriffen. Leider wurde Kaplan Kühn schon nach einjähriger Tätigkeit von hier nach Bitburg versetzt. Sein Nachfolger wurde Kaplan Rudolf Euteneuer. Höhepunkt des Jahres waren die DJK-Festtage am 18./19. Mai. Eigentlich wollte man das 40jährige Vereinsjubiläum feiern. Im Vereinsstempel und auf Briefköpfen war nämlich das Jahr 1923 angegeben. Während der Vorbereitungen für das Fest wurde zufällig die verlorengeglaubte alte Chronik wiedergefunden, aus der einwandfrei hervorging, daß die DJK Kruft zu Anfang des Jahres 1921 gegründet wurde. Aufgrund der umfangreichen Vorarbeiten sollte dennoch ein Fest stattfinden, dem nun zwar der eigentliche Anlaß, nicht aber der Sinn fehlte. Beim Festkommers konnte Vorsitzender Möhn hochgeschätzte Gäste aus nah und fern begrüßen. Gesangssolisten, der Männergesangverein „Concordia“ und das Orchester der Vereinigten Musiker sorgten für eine stilvolle Umrahmung des Abends, in dessen Verlauf auch verdiente Mitglieder geehrt wurden. So erhielten Heinrich Wershofen, Josef Busenbender und Peter Eberhard für über 40jährige Mitgliedschaft die Carl-Mosterts-Ehrennadel in Gold. Das Protektorat über die DJK-Festtage hatte Amtsbürgermeister Dahm übernommen. Im Mittelpunkt des zweiten Festtages stand ein Fußballturnier mit großer Besetzung. Alles in allem: Die DJK-Festtage waren ein großer Erfolg!

Im Juli fand eine zweitägige Fahrt zur befreundeten DJK Hülzweiler statt. Die Gastfreundschaft der Saarländer ließ sich nicht mehr überbieten. Im August ging es mit der A-Jugend für drei Tage nach Holland. Die Fahrt wurde zu einem bleibenden Erlebnis. Die A-Jugend wurde bei einem Senioren-Fußballturnier in Königsfeld Turniersieger.

 

1964

Den größten sportlichen Erfolg in der Vereinsgeschichte bisher errang die I. Fußballmannschaft. Sie wurde Staffelsieger der 2. Kreisklasse und spielte mit den Siegern der beiden anderen Staffeln, Monreal und Dreckenach/Gondorf, um die Kreismeisterschaft und den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Im entscheidenden Spiel dieser Runde sicherte sich die Mannschaft mit einem 3:1-Sieg in Dreckenach die Kreismeisterschaft und den Aufstieg.

 

1965

Nachfolger im Amt des geistlichen Beirats für Kaplan Euteneuer, der als Missionar nach Bolivien ging, wurde Kaplan Rudolf Hörle. Im Juni gewann die Reservemannschaft das Endspiel in der Kreispokalrunde um den Paul-Mondorf-Gedächtnis-Pokal.

Im August gab es wieder eine sehr erlebnisreiche Vereinsfahrt nach Holland. Neu gegründet wurde eine Frauen- und Mädchensportabteilung, die sich schon bald eines sehr guten Zuspruchs erfreute. Ebenfalls wurde die Tischtennisabteilung durch Lehrer Wendelin Schäfer wieder ins Leben gerufen.

 

1966

Aus beruflichen Gründen mußte Helmut Möhn das Amt des Vorsitzenden niederlegen. Die Jahreshauptversammlung wählte zu seinem Nachfolger den bisherigen Geschäftsführer, August Helbing, der bereits seit zwei Monaten kommissarisch den Vorsitz übernommen hatte.

Das erste Halbjahr 1966 stand ganz im Zeichen von Fusionsverhandlungen zwischen der DJK und dem TV Kruft. In einer Mitgliederversammlung am 14. Juni sprach sich jedoch die Mehrheit gegen eine solche Fusion aus. Da einige Vorstandsmitglieder im Verlauf dieser Versammlung von ihrem Amt zurücktraten, wurde am 8. Juli eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, um einen neuen Vorstand zu bilden. Zum neuen Vorsitzenden wurde Albin Szislowski gewählt.

Im August errang die DJK-Reservemannschaft zu zweitenmal den Paul-Mondorf-Gedächtnis-Pokal.

Im September wurde Kaplan Hörle als Militärpfarrer nach Mayen versetzt. Sein Nachfolger wurde Kaplan Hans Schneider. Anläßlich des 45jährigen Bestehens der DJK Kruft fand im Oktober eine vereinsinterne Feierstunde statt. Im November wurde in Kruft eine Arbeitstagung aller DJK-Vorstände der Kreisverbände Mayen und Koblenz durchgeführt.

 

1967

Das Jugendheim wurde völlig renoviert. Mit Hilfe eines genauen Trainings- und Belegungsplanes konnte diese Übungsstätte jetzt voll genutzt werden. Die Fußballer wurden Vizemeister in der 1. Kreisklasse. Vorsitzender und Präses konnten durch intensive Werbung (von Haus zu Haus) die Mitgliederzahl gegenüber dem Vorjahr verdoppeln. Damit wurde die DJK zum zahlenmäßig größten Ortsverein.

Die Jahreshauptversammlung am 14. Juli beschloß, den Verein ab sofort „DJK Alemannia 1921 Kruft/Kretz“ zu nennen, um dem großen Anteil Kretzer Mitglieder auch gerecht zu werden.

Im Dezember wurde wiederum eine Reihe verdienter Mitglieder mit der Carl-Mosterts-Ehrennadel ausgezeichnet. Bürgermeister Kaspar Schmitz wurde zum Ehrenmitglied der DJK ernannt. Die I. Tischtennismannschaft wurde in der Kreisklasse Herbstmeister.

 

1968

Im Tischtennis wurde die I. Mannschaft mit 40:0 Punkten Kreismeister. Die II. belegte in der Abschlußtabelle den 3. Platz, und sogar die III. Mannschaft erreichte noch den 8. Platz.

Josef Illgen, der Betreuer der I. Fußballmannschaft, erhielt den Ehrenbrief des Deutschen Fußballbundes.

Im November wurde die DJK Kruft als Mitglied in den Turngau Rhein-Nette-Ahr aufgenommen.

In der Jahreshauptversammlung vom 26. Juli wurde dem Antrag der Fußballabteilung zusgestimmt, das Vereinslokal vom „Krufter Ofen“ in den „Club 2000“ (Hotel Monschau) zu verlegen.

 

1969

Als neuen geistlichen Beirat konnte Vorsitzender Szislowski im März Kaplan Egon Müller willkommenheißen.

Die I. Mannschaft sicherte sich zum zweitenmal die Tishtenniskreismeisterschaft. Die TT-Jugendmannschaft errang in ihrer Klasse den gleichen Ehrentitel. Die Fußballer schafften den Aufstieg in die A-Klasse.

Bei der Siegesfeier hatte Vorsitzender Szislowski zudem die Freude, dem 500. Vereinsmitglied ein kleines Präsent überreichen zu dürfen. Von den vielen Ehrungen, die an diesem Tage ausgesprochen wurden, verdient besonders die Auszeichnung erwähnt zu werden, die Hans Weyh für seine hervorragenden Leistungen in der Jugendarbeit zuerkannt wurde.